06Lohnpfändung

Ein bestimmter Lohnanteil eines Arbeitsnehmers kann bei vorliegenden Vollstreckungsvoraussetzungen gepfändet werden. Der Arbeitgeber wird verpflichtet, den pfändbaren Lohnanteil an den Gläubiger auszuzahlen. Um dem Arbeitnehmer das Existenzminimum zu sichern, bleibt ein Teil des Lohnes unpfändbar. Dafür gibt es gesetzlich vorgeschriebene Lohnpfändungstabellen, aus denen die pfändbaren Nettolohnanteile ersichtlich sind. Meistens beziehen sich Lohnpfändungen auf geschuldete Unterhaltsleistungen gegenüber Ehegatten und gemeinsamen oder unehelichen Kindern. Aber auch Gläubiger, die einen Titel mit einer Vollstreckungsklausel besitzen, können Lohnpfändungen bei den zuständigen Amtsgerichten erwirken. Der Arbeitgeber ist bei Lohnpfändungen sogenannter Drittschuldner und übernimmt damit besondere Pflichten (Auskunftspflicht gegenüber Gläubiger, direkte Zahlung der Lohnpfändung an den Gläubiger).

zurück zur Übersicht «

 Sprechzeiten: MO - DI 08.00 bis 12.00 Uhr   |   Hotline: +41 71 677 20 90   |   E-Mail: office@inkasso.ag