06Fortsetzungsbegehren

Ist die Betreibung nicht durch Rechtsvorschlag oder gerichtlichen Entscheid eingestellt worden oder ist ein allfälliger Rechtsvorschlag beseitigt worden, so kann der Gläubiger frühestens 20 Tage nach Zustellung des Zahlungsbefehls das Fortsetzungsbegehren stellen.

Das Recht, die Fortsetzung der Betreibung zu verlangen erlischt ein Jahr nach Zustellung des Zahlungsbefehls. Ist Rechtsvorschlag erhoben worden, so steht die Frist zwischen der Einleitung und der Erledigung des dadurch veranlassten Verfahrens still (Art. 88 SchKG).

Die Fortsetzung der Betreibung erfolgt dann entweder auf dem Wege der Pfändung, der Pfandverwertung oder des Konkurses. Verfügt der Gläubiger über ein Pfand, so kann er dessen Verwertung verlangen. Ansonsten hängt die Frage, welche Betreibungsart zur Anwendung kommt, in erster Linie von der Person des Schuldners ab. Ist er z.B. als Inhaber einer Einzelfirma oder als Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragen, wird die Betreibung auf dem Weg des Konkurses fortgesetzt. In den übrigen Fällen erfolgt die Fortsetzung der Betreibung auf dem Weg der Pfändung (Art. 38 ff. SchKG).

Der Gläubiger hat die Kosten für die Fortsetzung der Betreibung vorzuschiessen. Er ist jedoch berechtigt, diese von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 SchKG).

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