06Zahlungsbefehl

Wird eine Schuld nicht zum vereinbarten Zeitpunkt bezahlt, kann der Gläubiger den offenen Betrag bei Gericht einklagen. Dem Schuldner (im Zahlungsbefehl "Verpflichtete Partei" genannt) wird dann vom Gericht ein sog. Zahlungsbefehl zugestellt, indem der Schuldner zur Bezahlung des dort genannten Betrages verpflichtet wird. Das Gericht erlässt den Zahlungsbefehl aufgrund der Angaben des Klägers ohne Überprüfung des Sachverhalts.

Wenn man als Betroffener dagegen nicht innerhalb von zwei Wochen Einspruch erhebt, kann sofort Exekution geführt werden. Das gilt auch dann, wenn der Zahlungsbefehl einen offensichtlichen Fehler enthält und beispielsweise auf ein Vielfaches des tatsächlich geschuldeten Betrages lautet! Also unbedingt genau lesen und fristgerecht einschreiten, wenn etwas nicht stimmt.

Durch den Einspruch tritt der Zahlungsbefehl außer Kraft und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Keinesfalls sollte aber nur aus Verdacht oder um das Verfahren zu verzögern Einspruch erhoben werden. Wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet, entstehen höhere Verfahrenskosten. Diese trägt die unterlegene Partei.

zurück zur Übersicht «

 Sprechzeiten: MO - DI 08.00 bis 12.00 Uhr   |   Hotline: +41 71 677 20 90   |   E-Mail: office@inkasso.ag