06Stundung / Zahlungsaufschub

Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner mit der die Fälligkeit oder lediglich die Möglichkeit der Geltendmachung einer Forderung durch den Gläubiger auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

In der Praxis wird meist eine "reine Stundung" vereinbart, ohne die Fälligkeit der Forderung zu beeinflussen. Der Gläubiger stimmt nur der späteren Zahlung der Forderung zu, die Forderung selbst bleibt fällig; der Gläubiger verzichtet für den Stundungszeitraum auf die gerichtliche Geltendmachung durch Klage oder Exekution. Eine Stundung empfiehlt sich zur Überbrückung von kurzfristigen Zahlungsproblemen. Je nach Vereinbarung werden die ausgesetzten Raten entweder auf die folgenden Raten aufgeteilt und erhöhen damit die weiteren Zahlungen, oder sie werden in der ursprünglichen Höhe, aber eben später bezahlt. In jedem Fall erhöht sich die Gesamtbelastung, der Schuldner zahlt mehr für seine offenen Schulden. Daher ist von einer Stundung abzuraten, wenn sie nicht zur Überbrückung von Zahlungsengpässen ausreicht und das Problem nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

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