06Grundbuch

Das Grundbuch gibt Aufschluss über die Eigentumsverhältnisse von Liegenschaften. Es wird bei den Bezirksgerichten geführt und enthält Angaben über Gutsbestände, Eigentümer und Belastungen.

Im weiteren Sinne versteht man unter dem Grundbuch den gesamten Verwaltungsbereich mit Hauptbuch, Aktensammlung und Urkundensammlung, mit Parzellenverzeichnis, Eigentümer- und bei größeren Bezirken auch Straßenverzeichnissen; im engeren Sinne das eigentliche Grundbuch (Hauptbuch), dessen kleinste Einheit die Einlagezahl (EZ) einer Katastralgemeinde (KG) ist.

Jedes Bezirksgericht unterteilt mehrere Katastralgemeinden, die ihrerseits wieder in Einlagezahlen geteilt sind. Jede EZ besteht aus drei Blättern:

  • A-Blatt (Gutsbestandsblatt): Hier sind die einzelnen zum Gutsbestand gehörigen Parzellen und deren Kulturgattung ausgewiesen (A 1-Blatt) sowie bestimmte mit der Liegenschaft verbundene Rechte oder Anmerkungen (A 2-Blatt).
  • B-Blatt (Eigentümerblatt): Wer also zu welchem Anteil Eigentümer der Liegenschaft ist.
  • C-Blatt (Lastenblatt): Hier scheinen die Belastungen der Liegenschaft auf, wie Hypotheken, Dienstbarkeiten, Reallasten etc. Im österreichischen Recht gibt es keine Trennung des Liegenschaftseigentums vom Gebäudeeigentum. Wer Eigentümer eines Grundstücks ist, ist auch Eigentümer eines darauf befindlichen Hauses.

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